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AIR Technology™: Von neuartigen Spulen profitieren nicht nur Patienten

AIR Technology™: Von neuartigen Spulen profitieren Patienten, das Personal und die diagnostische Qualität

Das Radiologische Institut Dr. von Essen in Koblenz ist eine der größten radiologischen Praxen im Rheinland und ist stolz auf den Einsatz modernster Technologien. Als es an der Zeit war, eines der MRT-Systeme zu ersetzen, entschied sich das Institut für GE Healthcare und die leichten, hochflexiblen Spulen der AIR Technology™ als Ergänzung zum neuen System. Diese neuen Spulen sind eine wichtige Entwicklung für das Personal und die Patienten, wie Radiologe Dr. Arnd Gerhards in diesem Beitrag erklärt.

Der Alltag in der Praxis Dr. von Essen

In der Altstadt von Koblenz - am Zusammenfluss von Rhein und Mosel gelegen - befindet sich das Radiologische Institut Dr. von Essen. Die Praxis bietet ein breites Spektrum an diagnostischen bildgebenden Verfahren - darunter MRT, CT, digitales Röntgen, Sonographie, Mammographie und DXA (Knochendichtemessung) sowie Strahlentherapie. Durch den Fokus auf höchste Qualität, den Einsatz modernster Technologien und die ärztliche Expertise hat sich die Praxis einen exzellenten Ruf erarbeitet.

Die geschäftige MRT-Abteilung des Instituts, die rund 500.000 Einwohner aus der ganzen Stadt und der Region betreut, führt jährlich fast 40.000 Untersuchungen durch. Während der Großteil dieser Untersuchungen ambulant durchgeführt wird, bedient die Praxis auch ein lokales Krankenhaus und führt dort etwa 4.000 MRTs an stationären Patienten aus der lokalen Schlaganfallstation durch. Dr. Gerhards skizziert die Palette der in Koblenz bereits im Einsatz befindlichen MRT-Geräte: ”Wir verwenden GE Healthcare-Systeme schon seit meinem Eintritt in das Institut vor 13 Jahren und in dieser Zeit ist unsere Zusammenarbeit mit dem Unternehmen wirklich gewachsen. Wir haben weiterhin in GE-Systeme investiert, und das gesamte Team hier ist nicht nur mit der Technologie, sondern auch mit dem Unternehmen bestens vertraut. Wir sind der Meinung, dass GE konsequent innovative und leistungsfähige MRT-Technologien und -Services anbietet, weshalb GE unser bevorzugter Dienstleister geblieben ist. Im Jahr 2007 investierten wir in ein 3,0T System - das erste in Rheinland-Pfalz - zur Ergänzung unserer 1,5T-Geräte. Seitdem sind wir ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, die neuesten Fortschritte bei Sequenzen, Workflows und Spulentechnologien zu nutzen.“

Auf dem neuesten Stand bleiben

Als es an der Zeit war, das älteste System des Instituts - eine 12-jährige Maschine - aufzurüsten, war Dr. Gerhards sehr daran interessiert, die neuesten Produkte auf dem Markt zu vergleichen: ”Um den Ruf einer ‘Praxis auf dem neuesten Stand der Technik’ zu wahren, mussten wir in innovatives Design und Technologie investieren, weshalb wir uns für den SIGNA™ Architect entschieden haben. Einer der spannendsten Aspekte dieses Systems war die Implementierung der neuen Spulen mit AIR Technology™. Ich hatte mich seit der Ankündigung im Jahr 2017 für dieses innovative Spulensystem interessiert und betrachte es als technologische Revolution im Vergleich zu herkömmlichen Spulen auf Kupferbasis. Es stellt einen Schritt in die nächste Generation der MRT dar, weshalb wir so sehr daran interessiert waren, eine der ersten Praxen in der Region zu sein, die diese Technologie nutzt.“

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Was hinter AIR TechnologyTM steht

AIR Technology™ ist die branchenweit erste Suite von flexiblen, langlebigen und leichten Hochfrequenzspulen (HF-Spulen), die viel mehr Freiheit und Vielseitigkeit bei der Positionierung von Patient und Spulen während eines MRT-Scans bietet. Das neue Spulendesign ist 60 Prozent leichter als herkömmliche Spulen und verwendet ein flexibles Leitermaterial, das es jedem Spulenelement ermöglicht, sich dem Patienten anzupassen und näher an der Anatomie platziert zu sein, um den Signalempfang, die Eindringtiefe und die Bildqualität zu verbessern. Dr. Gerhards erklärt die einzigartigen Vorteile dieser Technologie: ”Die Form der Spule bestimmt nicht mehr, was wir damit machen können. Vielmehr bestimmt die Anatomie, wie wir diese ultraflexible Spule einsetzen. Beispielsweise kann sie für eine Aufnahme um ein Knie gewickelt werden, oder die gleiche Spule kann problemlos für eine Ellenbogenuntersuchung verwendet werden, ohne den Patienten bewegen zu müssen. Es ist im Grunde genommen der erste Ansatz für totale Freiheit bei der Positionierung und 360 Grad Abdeckung. Durch ihr flexibles Design kann die Spule in allen Achsen bewegt werden, um sich an die Anatomie des Patienten anzupassen. Das bedeutet,dass sie für alle Altersgruppen, Größen und Formen von Patienten geeignet ist - was besonders wichtig ist für die wachsende Zahl an Patienten mit größerem Körperumfang, die wir sehen. Es gibt keinen ̒schwer zu scannenden Bereich̕ mehr, da die ̒Deckenspule̕ der Anatomie des Patienten entspricht und die Elemente näher an den Körper bringt. Dies verbessert die Signalqualität und das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und reduziert die Anzahl der Artefakte im Vergleich zu herkömmlichen Spulentechnologien.“

Vorteile für Patienten

In den sechs Monaten seit der Erneuerung des MRT-Systems hat Dr. Gerhards erhebliche Vorteile der AIR Coils in drei Hauptbereichen gesehen: für Patienten, für medizinisch-technische Assistenten (MTRAs) und in der klinischen Leistung. In allen Bereichen sind sowohl die klinische Produktivität als auch die diagnostische Qualität gestiegen. ”Es gibt einige Patienten, die wir leider regelmäßig sehen, zum Beispiel Onkologiepatienten. Sie bemerken den Unterschied zwischen den Spulen die wir in der Vergangenheit genutzt haben und den neuen Spulen sofort. Viele kommentierten, dass die Untersuchung jetzt bequemer ist. Andere Patienten merkten überhaupt nicht, dass wir die Spulen nutzen. Sie denken, wir legen ihnen nur eine normale Decke zum wärmen auf. Das liegt daran, dass die Spulen so leicht sind und das Gewicht gleichmäßig verteilt ist, wodurch Druckstellen vermieden werden und die Spule problemlos auch an sensiblen oder schmerzempfindlichen Stellen platziert werden kann“, erläutert Dr. Gerhards.” Es werden auch keine Clips oder Gurte benötigt, da die Spulen gleichmäßig über dem Patienten liegen. Das ist besonders hilfreich bei Kindern, für die eine solche Untersuchung vermutlich auch beängstigend sein kann. Noch eine Besonderheit: Die Spule ist weniger als 2 cm dick und nimmt so nur wenig Raum im Tunnel des MRT-Geräts ein. Das hilft uns ganz besonders bei größeren Patienten, die wir nun leichter im MRT platzieren können. Aber auch alle anderen Patienten profitieren vom zusätzlichen Platz im Tunnel. Für Patienten, die eine Kopfuntersuchung benötigen, verwenden wir die ebenfalls neue 48-Kanal-Kopfspule. Eine Reihe von Patienten, die zuvor mit Klaustrophobie zu kämpfen hatten, berichteten, dass sie sich mit diesem neuen Spulendesign viel wohler fühlen. Alle Mitarbeiter hier sind der Meinung, dass die neuen Spulen und ihr patientenorientiertes Spulendesign für den Komfort und die Entspannung der Patienten von großem Vorteil sind“, führt Dr. Gerhards weiter aus.

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Vorteile für Mitarbeiter

Die Einführung jeder neuen Technologie erfordert eine Anpassungsphase für das Personal, insbesondere mit einer Technologie, die die tägliche Praxis so stark verändert. ”Die MTRAs mussten ihre Arbeitsweise anpassen. Es dauerte einige Zeit, bis sie sich daran gewöhnt hatten, dass die neue Spulentechnologie ihre Rolle bei der Vorbereitung eines Patienten verändert. Als sie sich jedoch mit den neuen Spulen vertraut gemacht hatten, war ihre Neugierde geweckt und sie begannen mit allen möglichen Vorteilen zu experimentieren. Die alten Spulen waren deutlich schwerer, und das war über die Dauer einer acht- oder neunstündigen Schicht eine ziemliche körperliche Herausforderung. Die Verwendung der AIR Coils ist weitaus weniger anstrengend, da sie deutlich leichter sind und die Positionierung des Patienten schneller abläuft. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie viel einfacher zusammengeklappt und gelagert werden können als die alten Empfangsspulen. Bei wenig verfügbarem Platz im Scan-Raum ist dies immer ein wichtiger Faktor“, erklärt Dr. Gerhards.

Klinische Produktivität

Ein entscheidendes Konstruktionsmerkmal der AIR Technology™ ist, dass die Kopplung zwischen den Spulenelementen minimiert wird. Dadurch konnten Empfangsspulen mit einer höheren Elementdichte entwickelt werden, was wiederum eine robustere parallele Bildgebung mit höheren Beschleunigungsfaktoren ermöglicht. Dr. Gerhards berichtet über den Unterschied zu seinen früheren Scanzeiten: ”Diese neue Spulentechnologie kann zusammen mit den neuen Softwareanwendungen die MRT-Bildgebung erheblich beschleunigen. Das wirklich beeindruckende ist jedoch, dass die Beschleunigung der Sequenz die Bildqualität nicht beeinträchtigt; wir können die Scanzeiten mit diagnostisch klarer Auflösung beschleunigen. Bei multiparametrischen Prostata-MRTs beispielsweise würden wir mit unserem alten 3,0T-MRT-System 25 bis 27 Minuten scannen, um die Untersuchung abzuschließen. Mit dem SIGNA™ Architect und den AIR Technology™ Spulen dauert die Untersuchung jetzt nur noch 17 Minuten, wir sparen uns also bis zu 10 Minuten pro Patient - was einem Drittel mehr Scans an jedem Tag entspricht.“ ”Die Qualität der klinischen Bilder ist auch besser als bisher und während das neue MRT-System offensichtlich ein Faktor dafür ist, spielen die AIR Coils eine wichtige Rolle bei der Beschleunigung des gesamten Prozesses. Wir haben nun mehr Flexibilität und können die gewonnene Zeit für unterschiedliche Zwecke nutzen; wir können mehr Patienten sehen, oder für die Fälle, die von sehr hochauflösenden Scans profitieren, zusätzliche Scan-Zeit einplanen, um noch klarere Bilder zu erhalten, die unsere Diagnose erleichtern. Wenn Sie zum Beispiel Epilepsie diagnostizieren, müssen Sie in der Lage sein, feinste Strukturen des Gehirns mit großer Klarheit und Zuverlässigkeit zu betrachten“, führt Dr. Gerhards weiter aus. Dr. Gerhards sieht dem Einsatz dieser Technologie keine Grenzen gesetzt: ”Im Prinzip glaube ich, dass sich mit der AIR Technology™ jeder Patient scannen lässt. Wir müssen für einige Untersuchungen querdenken, aber die einzigen Untersuchungen die nicht durchgeführt werden können, sind Fälle wenn der Patient zu groß oder zu ängstlich ist, um in den Tunnel zu gelangen. Die Entwicklung der AIR Technology™ ist ein ’Win-Win‚-Szenario’. Die Untersuchungen werden entweder schneller sein, oder wir können qualitativ hochwertigere Bilder als bisher produzieren, und der Patient ist jedes Mal bequem gelagert. Ich glaube, wir beginnen gerade erst, die Auswirkungen auf unsere Arbeitsweise und die jetzt möglichen Anwendungen zu entdecken. Nun, da sich dieses Konzept als so erfolgreich erwiesen hat, bin ich sicher, dass es weiterentwickelt und auf vielen weiteren Systemen eingeführt wird“, kommentiert Dr. Gerhards.

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Eine starke Zusammenarbeit

Dr. Gerhards betont, dass diese Vorteile das Ergebnis der effektiven Zusammenarbeit sind, die das Institut mit GE Healthcare entwickelt hat: ”Wir arbeiten eng mit dem GE-Team zusammen, und geben ständig Feedback über die Leistung der Spulen und des Systems. GE ist immer zur Stelle, um uns bei allen Herausforderungen zu unterstützen. Es ist beeindruckend, dass wir immer das Gefühl haben, dass sie nur für uns da sind, und wir nicht nur einer von vielen sind. Die Kommunikation mit uns ist ausgezeichnet und sie halten uns immer auf dem neuesten Stand. GE Healthcare begrüßt die Zusammenarbeit bei neuen Anwendungsmöglichkeiten, und wir vertrauen darauf, dass das Unternehmen unsere Bedürfnisse erfüllt und dazu beiträgt, daß wir die gewünschten Ergebnisse für unsere Patienten erzielen.“ ”AIR Technology™ verändert bereits jetzt die Art und Weise, wie wir Scans durchführen, und ich bin sicher, dass sie in der Zukunft der MRT-Technologie eine herausragende Rolle spielen wird - sie hat eine Tür in der Welt der MRT geöffnet, und wir wissen nicht einmal, was uns noch alles erwartet. Es ist eine sehr aufregende Zeit, in der Radiologie zu arbeiten, ich werde auf jeden Fall dafür sorgen, dass alle neuen Systeme, die wir kaufen, mit AIR Technology™ ausgestattet sind - es ist wirklich ein Muss,“ schließt Dr. Gerhards das Gespräch ab.