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Das Stadtspital Waid und Triemli setzt auf eine Lösung für vielfältige Anwendungen

Mit dem Senographe Pristina kann das Spital 2D + 3D - Mammographien und stereotaktische Biopsien durchführen.

Laut der Krebsliga Schweiz erkranken pro Jahr 6000 Frauen und 50 Männer in der Schweiz an Brustkrebs1. Damit führt Brustkrebs die Statistik bei Krebserkrankungen von Frauen in der Schweiz an. Allerdings gehört die Krankheit zu jenen, die, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, eine hohe Chance haben, erfolgreich behandelt zu werden. Dementsprechend nimmt die Früherkennung eine besondere Stellung ein, insbesondere bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr, denn dann steigt gemäß Statistik das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

In Zürich, am Standort Triemli, beschäftigt sich das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des Stadtspitals Waid und Triemli, unter Dr. med. PhD Gunilla Müller, mit der Früherkennung von Brustkrebs. Frau Dr. med. PhD Müller arbeitet bereits seit August 2018 am Stadtspital und hat täglich mit Patientinnen und Patienten zu tun, die entweder zur Früherkennung kommen, oder sich bereits in der Behandlung gegen Brustkrebs befinden. Um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu unterstützen, sind für Frau Dr. med. PhD Müller bei der Untersuchung zwei Punkte zentral: Kurze Untersuchungszeiten und qualitativ hochwertige Bilder.

„Wir möchten sicherstellen, dass die Unter- suchungszeit möglichst kurz ist, damit weniger Unschärfen durch Bewegungen des Patienten entstehen, beispielsweise wenn die Patientin einatmet. Die daraus resultierende höhere Bildqualität ist wichtig für eine genaue Diagnose.“, so Frau Dr. med. PhD Müller. Customer_Case_Stadtspital_Waid_Triemli_2019_.jpg

Den jeweils eingesetzten Geräten kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Dabei sind auch der Patientenkomfort und die Bedienerfreundlichkeit für Ärzte/Ärztinnen und MTRA‘s entscheidend für die Qualität der aufgenommenen Bilder.

„Seit 2017 nutzen wir am Standort Triemli den Senographe Pristina von GE Healthcare. Wir haben schon in der Vergangenheit mit dem Vorgängermodell Senographe Essential gearbeitet. Auf Grund der starken Partnerschaft und dem guten Service von GE Healthcare haben wir uns wieder für die Zusammenarbeit mit GE Healthcare entschieden. Wir möchten mit dem Gerät herkömmliche digitale Mammografie-Bilder in der CC-Projektion aufnehmen, aber auch eine Tomosynthese mit synthetischer Rekonstruktion durchführen und daraus zusätzlich 2-D Mammografie-Bilder in der MLO-Projektion erstellen können.“, so die Ärztin.

Aufgrund der hohen Detailerkennbarkeit feinster Strukturen eignet sich die Tomosynthese-Untersuchung vor allem auch für Patientinnen mit dichtem Brustgewebe (ACR c und ACR d), wobei das Brustgewebe schichtweise abgebildet wird.

„Wir konnten sogar in einer wissenschaftlichen Arbeit2 zeigen, dass die Anfertigung einer digitalen Mammografie in der CC-Projektion und einer Tomografie in der MLO-Ebene dosisneutral im Vergleich zur herkömmlichen digitalen Mammografie -Technik mit Aufnahmen in zwei Ebenen ist. Wir sind wirklich mit der Leistung sehr zufrieden. “, erklärt Frau Dr. med PhD Müller.

„Da die Röhre des Senographe Pristina für die mlo-Einstellung in der Parkposition gekippt werden kann, wird der Zugang zur Patientin für die Anwender (MTRA) verbessert. Außerdem ist der Detektor zur Brustwandseite hin recht dünn, das ist besonders hilfreich bei Patientinnen im Rollstuhl, aber auch für solche mit hoch angesetztem Abdomen und vereinfacht so ganz enorm die Positionierung der Patientin und damit die Arbeit unserer MTRAs.“, ergänzt sie weiter.

Seit ca. acht Monaten verfügt das Spital zusätzlich über die Möglichkeit mit dem Senographe Pristina stereotaktische Vakuumbiopsien, Handheld-Punktionen sowie präoperative Drahtmarkierungen durchzuführen. Ein großer Vorteil, denn die suspekte Veränderung lässt sich so mit hoher Sicherheit lokalisieren. „Die Stereotaxie-Einheit ist bedienerfreundlich und bietet eine hohe Treffsicherheit“, so Müller. Frau Dr. med PhD Müller plant, in naher Zukunft während der Biopsie das Präparatröntgen mittels des GE-Biopsy-Modus durchzuführen. Das trägt dazu dabei, dass die Eingriffszeit möglichst kurzgehalten wird und Prozessschritte verschlankt werden.

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1 https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/brustkrebs/ (abgerufen am 30.09.2019)
2 M. S. Vieira, N. Zuber, A. Mayor, G. Müller, M. K. Werner; Zurich/CH: „Intraindividual comparison of breast radiation dose in conventional mammography and tomosynthesis” unter http://www.radiologiekongress.ch/content-scr/uploads/2019/05/SCR-19_OAB_FINAL.pdf (abgerufen am 30.09.2019)
Bildquelle: https://images.app.goo.gl/MsvSnr8wicWhtSX29
Oktober 2019, JB71134DE