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Weniger Strahlung, mehr Sicherheit im SRH Neresheim

Im SRH Fachkrankenhaus Neresheim überzeugt der neue Computertomograph Optima CT520 Patienten und Mitarbeiter

Wenn es um die Versorgung von Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen geht, ist eine qualitativ hochrangige Bildgebung entscheidend. Denn nur der Blick in die Steuerzentrale des Körpers mittels Computertomographie (CT) ermöglicht Notfallärzten und Neurochirurgen passende Diagnosen zu stellen, über lebensrettende Behandlungsverfahren zu entscheiden und deren Erfolg zu kontrollieren. Für das SRH Fachkrankenhaus Neresheim hat die Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter sowie die Qualität der Behandlung höchste Priorität. Mit der Entscheidung für ein neues CT, den Optima CT520 von GE Healthcare, setzt das Krankenhaus sich selbst neue Maßstäbe in Punkto Strahlendosis, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit.

Zurück ins Leben: Arbeitsalltag im SRH Fachkrankenhaus Neresheim

Eine Schädel-Hirn-Verletzung ist für Patienten und ihre Angehörigen ein einschneidendes Erlebnis. Ein schneller Genesungsprozess, die Wiedererlangung von Selbständigkeit und Lebensqualität und schließlich die Rückkehr ins Alltagsleben haben Priorität für Betroffene und ihre Familien. Auf diesem Weg unterstützt und begleitet sie das SRH Fachkrankenhaus Neresheim; es ist auf die neurologische Frührehabilitation von Menschen mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen spezialisiert.

„Die Primärversorgung erfolgt in einer der Neurochirurgien im Umkreis. Die Nachversorgung im Rahmen der neurologischen Frührehabilitation findet dann bei uns in der Klinik statt“, erklärt Dr. Thomas Kemmer, Oberarzt und Rehabilitationsmediziner im SRH Fachkrankenhaus Neresheim, die Zusammenarbeit zwischen Akutmedizin und Rehabilitation und den Behandlungsablauf. „In 20 bis 30 Prozent der Fälle haben Hirnblutungen zur Folge, dass die Patienten dauerhaft Shunt-pflichtig werden. Bei ihnen ist die natürliche Wiederaufnahme von Hirnwasser aufgrund der Verletzung gestört und sie benötigen eine dauerhafte Lösung zur Ableitung des überschüssigen Hirnwassers. Dies lässt sich auf Dauer nur über eine Shunt-Anlage bewältigen, die üblicherweise ventrikuloperitoneal aber auch ventrikulo-atrial gelegt werden kann.“ Der ventrikulo-peritoneale Shunt verbindet die inneren Hirnwasserräume des Gehirns mit der Bauchhöhle. Überschüssiges Hirnwasser wird so aus dem Gehirn in den Bauchraum abgeleitet und dort resorbiert. Bei einem ventrikuloatrialen Shunt wird eine Verbindung zwischen dem Ventrikelssystem des Gehirns und dem rechten Vorhof des Herzens geschaffen, wo das überschüssige Hirnwasser ins Blut übergeht und dort abgebaut wird.

Aus 4 mach 1: Reduktion der CT-Aufnahmen durch moderne Technik

Die Entscheidung darüber, ob ein Patient eine dauerhafte Lösung zur Hirnwasserableitung benötigt, fällt mittels CT. Ist die Anlage eines Shunts unabdingbar, kommt auch im weiteren Behandlungsverlauf das CT noch einmal zum Einsatz. „Der Shunt wird postoperativ komplett durch ein CT dargestellt, um sowohl den Shunt-Verlauf zu dokumentieren und zu kontrollieren als auch die Effizienz der Hirnwasserableitung zu prüfen und den Shunt entsprechend einzustellen“, erläutert Dr. Kemmer. Im SRH Fachkrankenhaus Neresheim werden ausschließlich programmierbare Shunt-Ventile verlegt, bei denen das optimale Druckniveau und die passende Ablaufgeschwindigkeit des Hirnwassers von außen eingestellt werden können.

Neben dem bisher verwendeten CT waren für die Kontrolle des Shunt-Verlaufs noch vier zusätzliche Röntgenaufnahmen nötig: der Kopf in zwei Ebenen, der Brustkorb und der Bauchraum. Jede Röntgen- und CT Aufnahme ist jedoch mit einer Strahlenbelastung für Patienten verbunden. Der Optima CT520 ermöglicht die postoperative Kontrolle des Shunts in einer einzigen Aufnahme. „Wir haben höchste Ansprüche an unsere Behandlungsqualität und -sicherheit“, erläutert Dr. Kemmer. „Diese sichern wir nicht nur durch engagierte und hoch qualifizierte Mitarbeiter sowie optimale Behandlungsabläufe, sondern auch durch modernste Medizintechnik. Die Reduktion der Strahlendosis war für uns ein ausschlaggebender Grund für die Wahl des Optima CT520 von GE Healthcare als neuen CT.“

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Der Optima CT520: Bis zu 50 Prozent weniger Strahlenbelastung

Durch die Reduktion der nötigen Röntgen- und CT Aufnahmen kann eine erhebliche Dosiseinsparung für den Patienten erzielt werden. „Wir haben die Daten des alten CT mit dem neuen verglichen: die Strahlendosis ist erheblich reduziert, teilweise bis zu 50 Prozent“, freut sich Frau Susanne Trautwein, die als MTRA in der SRH Fachklinik tätig ist. „Ein weiterer Vorteil des neuen CT für den Patienten sind die Augenlinsenaussparungen, die die Belastung der Augen gezielt verringert. Dadurch reduzieren wir zusätzlich die Organdosis, die die Augen sowie die Schilddrüse betrifft.“

Durch die im CT-Protokoll hinterlegte Linsenaussparung kann zum Teil sogar auf den Schutz der Augen durch zusätzliche Abdeckungen verzichtet werden. „Für Patienten, die durch ihre Verletzung ohnehin schon desorientiert sind, ist es eine große Entlastung, wenn wir ihnen die Augen nicht abdecken müssen“, erklärt Frau Trautwein. „Durch solche scheinbaren Kleinigkeiten lässt sich das Untersuchungserlebnis für den Patienten enorm verbessern.“ Angesichts solcher Fortschritte resümiert Dr. Kemmer: „Die Dosisbereiche sind begeisternd niedrig. Das neue CT bedeutet einen Quantensprung für das Krankenhaus.“

Schnellere Abläufe: Mehr Zeit für die wichtigen Dinge

Auch die Zeitersparnis ist durch den Optima CT520 spürbar groß. Das morgendliche Hochfahren, Warmlaufen und Kalibieren geht im Vergleich zum alten CT etwa doppelt so schnell vonstatten. Anstatt rund 20 Minuten benötigt das neue System nur etwa 10 Minuten bis es zur Nutzung bereit ist. „Gerade bei Notfällen in der Nacht oder am Wochenende ist diese Zeitersparnis entscheidend“, so Dr. Kemmer. Das Besondere am neuen CT: In Notfallsituationen reicht es sogar aus, das Gerät ohne Kalibration hochzufahren. Diese kann dann beim Start am nächsten Morgen nachgeholt werden. Dadurch können weitere wertvolle Minuten bis zur Diagnose und Weiterbehandlung gewonnen werden. Auch die Reduzierung von bisher vier Röntgenaufnahmen auf jetzt eine CT-Aufnahme zur Kontrolle des Shunt-Verlaufs bewirkt eine zeitliche sowie körperliche Entlastung für die MTRAs. „Wir müssen nicht mehr umbauen zwischen den Untersuchungen am gleichen Patienten. Das ist gleichzeitig entlastend für den Patienten und für uns“, erklärt Frau Trautwein.

„Das spiegelt unsere hohe Zufriedenheit mit dem System, aber auch mit der Betreuung und dem Service von GE Healthcare wider.”

Ein neues CT in sieben Tagen – Ergebnis einer tollen Zusammenarbeit

Gerade einmal eine Woche hat der Austausch des CTSystems gedauert: vom Abbau des alten Geräts bis zum ersten Patienten im Optima CT520. Nach weiteren sieben Tagen ist der neue Computertomograph in der Belegschaft bereits voll akzeptiert und in den Betriebsablauf integriert. „Das spiegelt unsere hohe Zufriedenheit mit dem System, aber auch mit der Betreuung und dem Service von GE Healthcare wider“, so Dr. Kemmer. Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim und GE Healthcare verbindet eine langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft. Die Applikationsspezialisten und Servicetechniker von GE standen der Klinik in jeder Phase des Projekts „neuer CT“ kompetent und zuverlässig zur Seite.

Gerade bei der CT-Zulassung wurde die Unterstützung von GE für das Team rund um Dr. Kemmer deutlich. „Unsere Ansprechpartnerin von GE sagte uns: Machen Sie Ihre CTs, ich kümmere mich um den Rest.‘“, berichtet Frau Trautwein. „Und das tat sie dann auch. Wir konnten uns voll auf die Versorgung der Patienten konzentrieren und hatten keinerlei Auswirkungen auf den Behandlungsablauf oder die Qualität durch den Austausch der CT-Systeme.“ Dabei war die Sicherung der Versorgungskette eine besondere Herausforderung. Zwei CTs – einmal im mobilen CT sowie die finale Installation – mussten in kürzester Zeit bei den Behörden angemeldet sowie von einem Medizinphysikexperten (MPE) mitbetreut und vom Sachverständigen abgenommen werden. Dank einer eingespielten Partnerschaft zwischen Experten kein Problem.

„Unser Ziel als SRH Fachkrankenhaus ist das Beste für unsere Patienten und das Beste für unsere Mitarbeiter. Der Optima CT520 trägt nun einen wesentlichen Teil dazu bei“, so Dr. Kemmer und fügt abschließend hinzu: „Am Ende geht es aber nicht um die Entscheidung für ein Gerät. Es geht um die Tatsache, dass Patienten sicherer und risikoärmer qualitativ versorgt und dabei weniger mit Strahlen belastet werden. Das leben wir nun.“

 

Die in diesem Dokument genannten Ergebnisse sind möglicherweise nicht auf einen bestimmten Standort oder eine bestimmte Installation anwendbar und die einzelnen Ergebnisse können variieren. Dieses Dokument und sein Inhalt werden Ihnen nur zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt und stellen keine Zusicherung, Gewährleistung oder Leistungsgarantie dar.